ASC

Programm und Zielsetzungen des Arbeitskreises Sozialwissenschaftliche Chinaforschung (ASC)

Der ASC ist ein selbst organisierter Verbund von gut 40 WissenschaftlerInnen, die sich mit Hilfe sozialwissenschaftlicher Methoden dem Gegenstand „China“ annähern, und die in diesem Rahmen den eigenen Stand von empirischer Methode und Theorie ständig zu reflektieren und zu verbessern suchen, aber gleichzeitig auch zu deren Fortentwicklung im Kontext der jeweiligen Fachdisziplinen beitragen wollen. Der ASC arbeitet am Beispiel „China“ an der methodischen Grundlegung der so genannten „area studies“ (Regionalwissenschaften) und fragt in diesem Zusammenhang auch nach der Relevanz wissenschaftlicher Einsichten für die praktische Auseinandersetzung mit China. Ausgangspunkt ist die Überlegung, dass die integrative Kraft der Befassung mit einem Gegenstand, der durch Region und Geschichte eingegrenzt ist, disziplinäre Grenzen überwinden hilft und authentische Transdisziplinarität erzeugen kann. Dabei wird der Begriff „Sozialwissenschaft“ so offen wie möglich gefasst, schließt also Gebiete wie Soziologie, Wirtschaftswissenschaft und Politikwissenschaft, Ethnologie und Psychologie ebenso ein wie etwa sozialwissenschaftlich orientierte Gebiete der Geschichte, Geographie, Rechtswissenschaft oder natürlich auch der Sinologie.

Mitglied im ASC kann jedes DGA-Mitglied werden, das sozialwissenschaftlich arbeitet und von zwei Mitgliedern des Arbeitskreises empfohlen wird. Der Beitrag beträgt – zusätzlich zum DGA-Beitrag – Euro 16, 00.

Der ASC arbeitet in drei inhaltlichen Dimensionen, nämlich:

  • Themenzentrierung: Auseinandersetzung mit bestimmten Querschnittsthemen in der China-Forschung, die zur Vernetzung unterschiedlicher Fachdisziplinen und regionenbezogenen Wissenschaften Anlass geben.
  • Methodenreflektion: Rezeption und gegebenenfalls gegenstandsadäquate Weiterentwicklung von Methoden empiriegeleiteter und -orientierter Sozialwissenschaft.
  • Theoriediskurs: Fortentwicklung allgemeiner sozialwissenschaftlicher Theorien am Falle Chinas, insbesondere im Lichte der allgemeinen und asienwissenschaftlichen Komparatistik.

Er versucht seine Zielsetzung durch geeignete Formen wissenschaftlicher Selbstorganisation zu verfolgen, insbesondere durch Bildung themenspezifischer Arbeitsgruppen, multidisziplinäre Konferenzen oder informelle Werkstatt-Treffen. Ein besonderes Anliegen besteht in der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und in der Qualitätssteigerung der Lehre. Der ASC betreibt aktiv die Verdichtung und Vernetzung des Gedankenaustauschs seiner Mitglieder, unter anderem in Form einer selbstorganisierten Website, die Informationen über laufende Projekte, Arbeitspapiere und Verbindungen zu ähnlichen Einrichtungen bietet. In diesem Zusammenhang legt der ASC auch besonderen Wert auf die Einbeziehung der chinesischen Debatten in den Sozialwissenschaften und fördert den Austausch mit chinesischen WissenschaftlerInnen. Der ASC ist Plattform für eine Intensivierung der Kommunikation und Kooperation mit der europäischen und internationalen Chinaforschung.

Der ASC verfolgt unter dem Dach der Deutschen Gesellschaft für Asienkunde das Ziel, die Kommunikation mit der interessierten Fachöffentlichkeit zu pflegen und die Belange sozialwissenschaftlicher China-Forschung gegenüber forschungspolitischen Institutionen und Initiativen zu vertreten. Seine Mitglieder versammeln sich alle zwei Jahre im Kontext der DGA-Mitgliederversammlung, die mit einer Nachwuchstagung einhergeht. Alternierend findet alle zwei Jahre eine Fachkonferenz zu einem Schwerpunktthema statt.

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